Liebe Mitglieder im Katholischen Pressebund,
ewig jung ist, was die vor 40 Jahren von Papst Paul VI. veröffentlichte Pastoralinstruktion „Comunio et Progressio“ sagt: Nach christlicher Glaubensauffassung ist die Verbundenheit und die Gemeinschaft der Menschen -das oberste Ziel jeder Kommunikation – ursprünglich verwurzelt und gleichsam vorgebildet im höchsten Geheimnis der ewigen Gemeinschaft in Gott zwischen dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, die ein einziges göttliches Leben haben. (CeP
Zum Pfingstfest wünsche ich Ihnen und Euch die Kraft des Heiligen Geistes.
Jung war auch die Mitgliederversammlung des vergangenen Jahres: Gleich sechs der zwanzig neuen Mitglieder aus der jüngeren Generation haben daran teilgenommen. Wir haben Helmut Ruppert gedankt für seinen langjährigen Einsatz als Vorsitzender des Katholischen Pressebundes, ebenso Josef Schlösser als Geschäftsführer und allen, die sich um die Ziele des Vereins verdient gemacht haben. Nun ist ein neuer Vorstand auf dem Weg, und Sie sollen erfahren, worin Sie uns in den nächsten Monaten unterstützen können.
Wir bleiben dabei: Der Katholische Pressebund sorgt mit für einen „guten“ Journalismus in Deutschland. Er engagiert sich als Verband von medieninteressierten Katholiken für eine wirkungsvolle Medienarbeit der katholischen Kirche.
Unser neuer Schwerpunkt ergibt sich aus unseren neuen Mitgliedern, die alle im Internet aktiv sind für die katholische Kirche, und aus folgender Beobachtung: 65 Prozent der Jugendlichen in Deutschland sind täglich ca. 134 Minuten im Internet, 63 Prozent sehen 137 Minuten fern.
Daraus ergibt sich für uns: Der Katholische Pressebund will junge Menschen befähigen, im Internet unterwegs zu sein und Anknüpfungspunkte zu setzen zum Gespräch über Glaube und die katholische Kirche.
In das Gespräch, zu dem die deutschen Bischöfe uns aufrufen, bringen wir uns mit der Feststellung ein: Der katholische Glaube wird verkündet – aber die Art der Verkündigung wird nicht verstanden. Aspekte dieses Glaubens werden kritisiert – aber die Art der Kritik wird nicht verstanden. Wir wollen uns für verständliche Verkündigung einsetzen, und für das Verstehen der Kritik. Dabei weisen wir auf die sinuszersplitterte Milieugesellschaft hin: Muss das Evangelium nicht zum Beispiel den Etablierten von Etablierten, den Erlebnishungrigen von Erlebnishungrigen, den Experimentierfreudigen von Experimentierfreudigen verkündet werden mit ihren je speziellen Mediengewohnheiten? Braucht es auf kirchlichen Stellen und in den Verbänden nicht auch Vertreter dieser Milieus, damit ein Dialog überhaupt entstehen kann?
Wir bleiben aber auch nicht ruhig bei der Frage, wie die katholische Kirche mit Massenmedien die Gesellschaft erreichen kann. Mit Blick auf die genannten Zahlen zum Medienkonsum junger Menschen beobachten wir besonders das Fernsehen. Könnte nicht mehr von katholischem Glauben und Leben gezeigt werden? Besteht nicht die Pflicht, angesichts immer mehr geschlossener Kirchentüren ein katholisches Fernseh-Fenster zu öffnen, durch das jedermann bequem katholischem Denken und Handeln folgen kann?
Apropos Fenster: Wir wollen Internet-Technik und Filmbilder mit dem digitalen Schaukasten vor Kirche und Gemeindehaus verknüpfen. Eine Arbeitsgruppe wird bald ein Pilotprojekt durchführen, wie man die Nachrichten einer Gemeinde einfach und attraktiv vor die Kirche bringt. Unser Ziel als Katholischer Pressebund ist es ja, die ehrenamtlichen Kräfte zu fördern, vor Ort mit Medien über Glauben und Leben der katholischen Kirche zu informieren.
Aus unseren neuen Überlegungen ergibt auch eine Veränderung beim Antonius-Funke-Preis, benannt nach dem Gründer des Katholischen Pressebundes. Er wird neu ausgerichtet und zeichnet zukünftig innovative Medienprojekte aus, die für die Mitmenschen Anknüpfungspunkte anbieten, sich mit dem katholischen Glauben auseinander zu setzen. Es sollen solche Projekte ausgezeichnet werden, die ein besonderes Augenmerk richten auf die vielfältige Nutzung von Print, Internet und Schaukasten einer Gemeinde.
Sie sehen: Wir haben uns auf den Weg gemacht. Unsere jungen Leute sind eifrig bei der Sache. Jetzt zählt, dass wir ihnen den Rücken stärken. Ihre Reisewege für Projektgespräche kosten Geld. Der Antonius-Funke-Preis braucht ihren kleinen Beitrag, damit er großes bewirken kann. Jeder Mitgliedsbeitrag und jede Spende dient der Sache katholischen Laienengagements in der Medienarbeit.
Möge Gottes Geist uns erneuern. Und mit uns die Welt.
Ihr
Bruder Paulus Terwitte
