Nach der 09/11 Ausgabe des Margot Käßmann & Co Titel „chrismon“
Der Katholische Pressebund ist bestürzt, dass die bischöflichen Herausgeber von „chrismon“ es zulassen, dass katholische Mitchristen respektlos behandelt werden.
Die Ausgabe 09/11 der kirchensteuerfinanzierten evangelischen Verteilzeitschrift „chrismon“ sprengt nämlich mit ihrer Titelgeschichte „… und tschüss“ das ökumenische Miteinander. „Margot Käßmann und die anderen hochrangigen Vertreter der Evangelischen Kirche stellen sich als Herausgeber ein Armutszeugnis aus: Sie geben der mittelalterlichen Konfessionsschelte breiten Raum,“ so der Vorsitzende des Katholischen Pressbundes, Bruder Paulus Terwitte. Sie ließen sich vor den weltlichen Werbekarren spannen: Das Buch des Chefredakteurs als Autor der Titelgeschichte erscheint mit dem gleichen Thema zeitgleich mit „chrismon“ im Buchhandel.
Käßmann hofiert unlautere Stilmittel
Der Katholische Pressbund sieht in dem Artikel eine Schmährede auf den Katholizismus. Margot Käßmann und die anderen Herausgeber sanktionieren damit ein Stilmittel, das in den letzten Monaten üblich geworden ist unter protestantischen Autoren: Die eigenen vermeintlichen Vorzüge werden vor dem Hintergrund eines Katholizismus dargestellt, den es heute nicht mehr gibt; so, als würde einer schlecht über Preußen reden, um zu begründen, warum ihm Deutschland Heimat ist.
Beispiele dazu: Der Autor bezeichnet die katholische Gottesdienstgemeinde als Publikum. Er behauptet, die katholische Kirche wähne sich eins mit dem Heilsplan Gottes. Die überzogene, vergötzende Marienfrömmigkeit darf bei ihm nicht fehlen. Das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes in Glaubens- und Sittenfragen denunziert er als eine römische Kirchen-Idee vom unfehlbaren Lehrgebäude des Papsttums.
Bitte Respekt: Wenigstens vor anderen Religionen!
Der katholische Pressebund tritt den subtilen Unterstellungen des Textes über den katholischen Glauben entschieden entgegen. Es bewusst beleidigt werden, wenn das evangelische Magazin den Eindruck erweckt, Katholiken seien wie Schafe, die einem Oberhirten hinterhertrabten.
Der Katholische Pressbund
- fordert die evangelischen Mitchristen auf, sich von dieser Art Stimmungsmache vor dem Besuch von Papst Benedikt XVI. in Deutschland deutlich zu distanzieren;
- ist bestürzt, dass die Herausgeber von „chrismon“ es zulassen, dass der katholische Glaube unsachlich dargestellt wird
- empfindet diese Titelgeschichte zu diesem Zeitpunkt als Respektlosigkeit
- hofft, dass wenn schon nicht andere Konfessionen, dann doch wenigstens andere Religionen in einem evangelisch sich nennenden Magazin auf der Höhe des Zeit dargestellt und respektiert werden.
Der Katholische Pressebund ist eine Vereinigung von über 700 katholischen medieninteressierten Laien und Laienverbänden. Er wurde 1964 gegründet. Seit 2010 ist der Ordenspriester Bruder Paulus Terwitte Vorsitzender des Katholischen Pressebundes.
