Bonn. Der Katholische Pressebund soll nach den Worten seines neuen Vorsitzenden, Br. Paulus Terwitte (51), für junge Christen wie für medienorientierte Katholiken attraktiver werden. Bei der Mitgliederversammlung des Verbandes sagte der Ordensgeistliche, der der Gemeinschaft der Kapuziner angehört, am 7. Dezember in Bonn, er werde sich mit seinen neu gewählten Vorstands- und Vereinsratsmitgliedern dafür einsetzen, dass die „Medien-Katholiken“, die bislang in keinem Fachverband aufgenommen würden, eine „Heimat im Pressebund finden können“. Dies gelte auch für viele vor allem im Internet engagierte junge Leute, „die ihre Erfahrungen für die Kirche wirksam machen möchten“.
Bei der Mitgliederversammlung war der aus TV-Talkshows und anderen Fernsehsendungen bekannte Ordensmann als Nachfolger des früheren KNA-Chefredakteurs Helmut S. Ruppert (66) zum Vorsitzenden dieser Medienorganisation gewählt worden. Neuer ehrenamtlicher Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins wurde mit Stefan Lesting ein 25-jähriger Experte in Sachen Neue Medien, der Internationales Business Management studiert hat und der für verschiedene Organisationen und Medien-Unternehmen für deren Online-Entwicklung zuständig ist. Er löst in diesem Amt den freien Journalisten und früheren langjährigen stellvertretenden Chefredakteur der KNA, Josef Schlösser (60), ab, der nicht mehr kandidiert hatte.
„Förderziele ins Heute übersetzen“
Der scheidende Vorsitzende, der aus Gesundheitsgründen für eine Wiederwahl ebenfalls nicht mehr zur Verfügung stand, appellierte an die Mitglieder und Freunde des Pressebundes, die Vorhaben des neuen Vorstandes engagiert zu unterstützen. In seiner Bilanz über die abgelaufene Amtszeit nannte Ruppert den bislang vom Pressebund viermal vergebenen „Antonius-Funke-Preis“ für herausragende journalistische Arbeiten von Nachwuchsredakteuren „einen Volltreffer“ in der Palette der Förder-Aktivitäten des seit 1965 bestehenden Verbandes, dem derzeit rund 670 Mitglieder angehören. Laut Satzung setzt sich der Verein für eine christliche Medienerziehung sowie für die Förderung der katholischen Publizistik ein. Im „Respekt vor der Tradition und Geschichte des Pressebundes“ gelte es, die Ziele fortzuschreiben und sie „mit dem Blick auf Morgen ins Heute zu übersetzen“, sagte der neue Vorsitzende in seiner Antrittsrede.
Katholischer Pressebund e.V.
Der Vorstand
